Drei Bücher, die mein Leben bereichert haben

Ich habe in meinem Leben bereits viele Bücher verschlungen. Viele Geschichten, die mich alle für eine bestimmte Zeit begleitet haben, in meiner Gedankenwelt umherschwirrten, bis die nächste Erzählung ihren Weg in meine Phantasie fand. Doch manche Geschichten sind mir besonders in Erinnerung geblieben, manche haben mich mehr träumen lassen als andere und manche Bücher schaffen es auch heute noch, mich nach mehrmaligen Lesen erneut zu begeistern. Im Folgenden möchte ich euch drei Bücher vorstellen, die mein Leben bereichert haben und ich nur wärmstens empfehlen kann.

 1. Carlos Ruiz Zafon – Der Schatten des Windes

Schatten des Windes

Mein erstes Buch, welches mein Leben bereichert hat, ist eines, das die Liebe zu Büchern beschreibt und das auf eine wundervoll magische Art und Weise, die einem sofort in den Bann zieht. Man möchte am liebsten durch das Buch schlüpfen und durch den Friedhof der vergessenen Bücher laufen, sich darin so lange verlieren, bis man SEIN Buch findet. Leider kann man dies nicht, aber zum Glück schafft es Zafón, eine unglaublich dichte und atmosphärische Geschichte zu kreieren, die mich des Öfteren schon in den Bann gezogen und jedes Mal aufs Neue verzaubert.

Ich liebe es, wenn Bücher Zitate zu Tage tragen, die einem im Gedächtnis bleiben, inspirieren und bewegen. Der Schatten des Windes ist vollgepackt damit:

Ich spürte Millionen verlassener Seiten, herrenloser Welten und Seelen um mich herum, die in einem Ozean der Dunkelheit untergingen, während die außerhalb dieser Mauern pulsierende Welt Tag für Tag mehr die Erinnerung verlor, ohne es zu merken, und sich um so schlauer fühlte, je mehr sie vergaß.

Oder auch:

Wenige Dinge prägen einen Leser so sehr, wie das erste Buch, das sich wirklich einen Weg zu seinem Herzen bahnte.

So schön dieses Zitat auch ist…leider bahnte sich nicht Der Schatten des Windes als erstes seinen Weg in mein Herz, sondern das nächste Buch. Aber in meinem Herzen ist viel Platz für wunderschöne Bücher und deshalb hat auch dieses seinen Platz.

2. J.K. Rowling – Harry Potter und der Stein der Weisen

Harry Potter

Ich kann mich noch gut erinnnern, wie ich das Buch zum ersten Mal im Buchhandel in der Hand hatte, gekauft habe und dann auch nicht mehr aus der Hand legen konnte, bis ich es tatsächlich zu Ende gelesen hatte. Erst dann habe ich mir erlaubt, schlafen zu gehen. Nur um aufzuwachen und direkt den zweiten Teil zu kaufen, der ebenfalls innerhalb eines Tages verschlungen war. So ging es weiter bis ich warten musste, dass J.K. Rowling ihre Leser erneut nach Hogwarts schickt. Diese unglaublichen Wartezeiten, die zur Zerreißprobe mutierten. Aber irgendwann war die Eintrittskarte in die magische Welt in Form eines neuen Buches da und ich mehr als glücklich. Jedenfalls bis die Reihe mit dem siebten Buch ihr Ende fand und ich mich von all den Charakteren verabschieden musste, die mich seit Jahren begleitet haben. Und vielleicht hört es sich komisch an, aber manchmal wünsche ich mir, Harry Potter nie gelesen zu haben. Aus dem einfachen Grund, die Geschichte nochmal zum allerersten Mal erleben zu dürfen.

Die komplette Buchreihe ist eine Bereicherung für mein Leben und wohl das von vielen anderen kleinen und großen Muggel. Muggel, die es noch nicht gelesen haben (gibt es solche Menschen überhaupt?) denen sei gesagt: Ich beneide euch aus oben genannten Gründen und ihr müsst das schleunigst ändern. Auf nach Hogwarts!

3. Haruki Murakami – Kafka am Strand 

Murakami

Haruki Murakami hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, mich in seinen Bann und seine Gedankenwelt zu ziehen. Kafka am Strand steht auch hier nur exemplarisch für all die anderen genialen Geschichten, deren Worte direkt von Papier in mein Herz gewandert sind. Doch Kafka am Strand ist wohl eines, das all die Erzählweisen von Murakami vereint. Es ist ein Buch, in dem er eine mystische Realität aufbaut, in der es zum Beispiel Fische vom Himmel regnet, aber man ihm das vollkommen abkauft, weil es eine andere Realität darstellt. Eine Realtät, die von unserer abweicht, aber aufgrund der Verknüpfung mit Ereignissen unserer Realität wieder glaubhaft wirkt.

Hört sich ungewöhnlich an? Ist es auch. Doch es hat seinen Grund, warum Murakami schon nach dem ersten Buch der unerwartete, heißeste Anwärter auf meinen Lieblingsautor-Thron war und es sich spätestens nach dem zweiten Buch darauf bequem gemacht hat.

Und es hat auch seinen Grund, warum immer wieder gefordert wird, dass ihm doch endlich der Nobelpreis für Literatur verliehen wird (was bisher komischerweise nicht klappte – wenn man sich allerdings ein bisschen mit seiner Lebensgeschichte beschäftigt, weiß man auch, dass er auf Auszeichnungen gar nicht so viel gibt). Aufgrund der bemerkenswerten Übersetzung von Ursula Gräfe spiegeln die Bücher auch das am ehesten wieder, was Murakami selbst ausdrücken wollte, da sie die Bücher direkt aus dem Japanischen übersetzt und nicht wie Gefährliche Liebe, welches nach der amerikanischen Ausgabe übersetzt worden war. Dies hat sehr viel vom ursprünglichen Charme genommen und deshalb kam 2013 eine Neuübersetzung von Ursula Gräfe unter dem Namen Südlich der Grenze, westlich der Sonne  auf den Markt. Man mag es vielleicht ein bisschen merken: Ich bin absolut vernarrt in die Bücher von Haruki Murakami und würde mich freuen, wenn ein paar von euch ebenfalls in den Genuss seiner Bücher kommen.

4 Gedanken zu “Drei Bücher, die mein Leben bereichert haben

  1. Danke für diesen Beitrag- einer meiner Lieblingsautoren ist Coelho- beinahe jedes Buch, jeder Satz, wurde so geschrieben, als ob er direkt für mich verfasst wurde- und anscheinend geht es etlichen anderen ebenso 😉 – Auf Zafon stieß ich eher zufällig und ja, auch ihn lese ich gerne- und was, was ich bisher von ihm las, sprach mich ebenfalls an- Lg

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    1. Coelho ist ebenfalls super, das stimmt. Sich auf drei Bücher zu beschränken ist sowieso eigentlich ein Unding, aber eine gute Möglichkeit, um mal Revue passieren zu lassen und nachzudenken, welche Bücher einem ganz fest im Kopf und im Herzen geblieben sind 🙂

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      1. Ist doch kein Unding – wenn nun 20 Bücher aufgelistet wären, hätte ich den beitrag wsl nicht gelesen 😉 – aber man hat doch das eine oder andere Buch, wie du sagst, in sein Herz geschlossen ❤ –

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