Just watched: September 2021

Der September war ein kinoreicher Monat. So oft wie im September war ich schon lange nicht mehr im Kino – und doch waren es insgesamt nur zwei Filme, die ich auf der großen Leinwand bewundern durfte. Einer davon hat mich jedoch so überwältigt, dass er mich dreimal ins Kino bewegt hat. Welcher das ist, verrate ich euch in meinem Filmrückblick für den Monat September 2021!

Als Wertungsindikator habe ich mich passenderweise für (süßes!) Popcorn entschieden. Fünf
🍿 sind dabei die Höchstwertung – wenn es ganz schlecht läuft, gibt es gar kein Popcorn…oder schlimmer noch: Salziges. 😉

Shang-Chi & the Legend of the Ten Rings

©Marvel/Disney

Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings ist in vielerlei Ansicht eine Überraschung, da der Film Neues versucht und vor allem durch sein größtenteils asiatisches Ensemble zu begeistern weiß. Ebenfalls bemerkenswert ist die Tatsache, dass man hier einen Marvel-Film geschaffen hat, der sich bis zu einem gewissen Punkt nicht wie einer anfühlt und zeigt dadurch selbstbewusst, dass auch andere Wege beschritten werden können. Allerdings bleibt man dabei aber auf sicheren Pfaden und folgt der bekannten, erfolgsversprechenden Formel, die aber kaum Risiken eingeht. Übrig bleibt ein unterhaltsames Spektakel, das interessante Charaktere in das Marvel Cinematic Universe einführt und dabei einen Vorgeschmack dessen gibt, was Fans in den nächsten Jahren erwarten dürfen.

Fazit: 🍿🍿🍿 (von 5 🍿)

Kate

©Netflix

Kate handelt von der titelgebenden Auftragskillerin, deren außergewöhnliches Talent dafür sorgt, dass ihr blutiger Karriereweg von einer Vielzahl von Leichen gepflastert ist. Als sie sich einige Monate nach einem Auftrag dazu entschließt, ihre Karriere an den Nagel zu hängen und nur noch einen letzten Job zu erledigen, wird sie radioaktiv vergiftet und hat nur noch höchstens 24 Stunden zu leben. Sie startet einen Rachefeldzug quer durch Tokio, um denjenigen zu finden, der für ihren anstehenden Tod verantwortlich ist – und dafür leiden zu lassen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Kate ist ein stylischer Film, der in mehreren Bereichen auch durchaus mit Authentizität zu begeistert weiß. Die Kampfszenen sind teilweise unfassbar gut choreographiert und überraschen mit ihrer Gewaltdarstellung, die einen den Atem stocken lässt. In solchen Szenen merkt man, dass die Parallelen mit John Wick nicht nur zufällig sind, sondern mit Sicherheit eine starke Inspiration waren. Der Vergleich ist dabei nicht negativ gemeint, sondern darf durchaus als Kompliment verstanden werden, auch wenn Kate die Qualität nicht durchgängig halten kann. Der Soundtrack besteht größtenteils aus Künstlern,  die in Japan erfolgreich und bekannt sind, während diese hierzulande nur Japan-Puristen ein Begriff sein dürften. Genauso wie die Musik reihen sich auch die japanischen Schauspieler in das stimmige Gesamtbild ein.

Insgesamt hat mir Kate sehr gut gefallen und eine positive Überraschung. Die Action macht Spaß und die Millionenmetropole Tokyo ist der perfekte Schauplatz für die etwas abgedroschene Auftragskillergeschichte, die nichts neu erfindet, aber Altbekanntes gekonnt umsetzt.

Fazit: 🍿🍿🍿 (von 5 🍿)

Dune

©Warner Bros.

Dune – das epochale Meisterwerk aus der Feder des Autors Frank Herbert, welches schon mehrfach verfilmt werden sollte und entweder bereits im Vorfeld daran scheiterte oder das Ergebnis letztendlich nicht der Vorlage gerecht wurde. Nun versucht Denis Villeneuve an diesem Mammutprojekt und möchte dabei ganz nebenbei seinen eigenen Kindheitstraum erfüllen.

Villeneuve’s letzter Film Blade Runner 2049 gehört zu einem der besten Sci-Fi-Filmen der letzten Jahre. Arrival war ebenfalls ein Indiz dafür, dass Villeneuve ein Händchen für die Inszenierung von bildgewaltigen Science Fiction-Filmen hat. Doch Dune benötigt ein meisterhaftes Fingerspitzengefühl, welches fast unmöglich erscheint, wenn man sich die Umsetzungsversuche der letzten Jahrzehnte anschaut. Doch das Experiment ist geglückt: Dune (2021) ist ein filmisches Glanzstück der Extraklasse und sollte am besten auf der größtmöglichen Leinwand bestaunt werden sollte. Zusammen mit dem fantastischen Soundtrack, der von Hans Zimmer komponiert wurde, ergibt sich ein Gesamtwerk, dessen einziger Nachteil ist, dass man nicht weiß, ob es jemals einen zweiten Teil geben wird. Also: Rein ins Kino. So oft es geht. Denn Dune (2021) hat eine Größenordnung, wie man sie seit Herr der Ringe nicht mehr auf der Leinwand bestaunen durfte und einen den Atem raubt.

Fazit: 🍿🍿🍿🍿 (von 5 🍿)

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